Die persönliche Behandlung F.I.

Die Individuelle Lehre - Funktionale Integration (FI)

Bei der individuellen Behandlung passt der Therapeut seine Behandlung dem spezifischen Problem des Patienten an. Das erste Kennenlernen geschieht auf der verbalen Kommunikationsebene: der Patient beschreibt sein Problem in Worten. Im weiteren Verlauf der individuellen Behandlung findet die Kommunikation zumeist in non-verbaler Form statt: die Hände des Therapeuten übertragen die Bewegungen.

Dadurch wird die unendliche Vielfalt der im Körper des Patienten enthaltenen Möglichkeiten aktiviert. Die Erfahrung des Patienten während der Behandlung ist passiv. Denn die Aufgabe des professionellen und erfahrenen Therapeuten liegt darin, die fehlerhaften Bewegungen des Patienten zu korrigieren und zu verbessern. Trotzdem führt diese passive Erfahrung dazu, dass der Patient nach der Behandlung und im Laufe seiner täglichen Aktivitäten spontan die korrekten Bewegungen ausführen wird.

Während der Behandlung (auf einem Bett, auf einem Stuhl, auf besonderen Rollen, auf einem Eiball, usw.) aktiviert der Therapeut mit seinen Händen den Körper des Patienten in überaus sanfter Weise und in den unterschiedlichsten Körperstellungen (auf dem Rücken, auf dem Bauch, auf der Seite, auf den Knien, usw den Patienten zur normalen Funktion zurückzuführen - selbstverständlich unter Berücksichtigung seiner Bequemlichkeit.

Die Behandlung konzentriert sich nicht ausschliesslich auf den Bereich über den der Patient klagt. Man geht von der Annahme aus, dass der schmerzende Teil der "ausgenutzte" Bereich im Körper des Patienten ist. Mit anderen Worten, dieser Bereich wurde zum Grossteil durch Gewicht und Arbeit im falschen Masse belastet. Eine Erleichterung in diesem Bereich ist für den Patienten wichtig, jedoch zeitlich begrenzt. Die Gewohnheit, die körperliche Aktivität auf den beschränkten Bereich zu beschränken, wird den Reiz und damit auch den Schmerz rasch wiederbringen.

Dies ist der Grund dafür, dass die Behandlung auch auf "parasitäre" Bereiche ausgeweitet wird, die keinen Anteil an der tagtäglichen Belastung haben.

Ziel ist, die Aktivität und den Bewegungskreislauf in einer solchen Weise zu rekonstruieren, dass eine auf sämtliche Körperteile gleichmässig verteilte Arbeitsbelastung möglich wird.

So wird der Reiz auch aus dem schmerzenden Bereich entfernt. Im Vergleich zur individuellen Behandlung geht das Studium im Gruppenrahmen langsamer vor sich. Der Patient steuert und dirigiert seinen Körper unter Anwendung bekannter Muster, während es bei der individuellen Behandlung der Therapeut ist, der die Bewegungen des Patienten anleitet und steuert, und ihm so das Bewegungspotential, das ihm verloren gegangen ist, wieder veranschaulicht.

 

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Grundlagen der Funktionalen Integration
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Feldenkrais Eli Wadler
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Bewegung ist Leben. Ohne Bewegung ist Leben undenkbar.
Dr. Moshe Feldenkrais
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